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Montag, September 6

Die Augen stehen dem Durchblick oft im Weg

Die Psychotherapeutin A. Miller über die Gefährlichkeit des Verliebens und den Zusammenhang von Gesundheit und Familie
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Nützlicher Idiot erwählt Prinzessin

P.H.: Frau Miller, warum ist Verlieben gefährlich?
A. Miller: Weil ich sehen gelernt habe, daß wenn bei jemand der Mechanismus des Verliebens anspringt, das ein Mensch ist, dem in der Kindheit viele Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind. Nun trifft der auf jemanden, der das, was ihm verboten war, kann und darf. Das ist die Attraktion des Verliebens. Es geschieht ja immer plötzlich. Ich bringe gerne das Beispiel: Rote Ampel, er im offenen Cabrio, daneben sie im offenen Cabrio: Wow, die isses! Man kennt den Menschen gar nicht, aber schon klappern die Knie und krabbeln die Schmetterlinge im Bauch. Aus der Psychologie wissen wir, daß trotzdem wir den anderen nicht kennen, jede Menge Signale hin und her wechseln. Tja, und da ist nun mal der- oder diejenige attraktiv, die Dinge kann oder darf, die mir verboten waren. Das Dumme ist nur: die gibt das nicht her!
P.H.: Sie meinen also, es verstärken sich die Schwächen gegenseitig.
Miller: Genau. Nehmen wir einmal an, er war in seiner Kindheit nicht sehr angenommen, er war lästig, die Eltern mußten seinetwegen heiraten, er erfuhr also hauptsächlich Ablehnung. So ein Mann tendiert dazu, sich in eine Prinzessin zu verlieben • also in eine, die stets im Mittelpunkt stand. Da möchte er nun auch hin • bloß: die Prinzessin kennt nur den Mittelpunkt, also kann sie ihn dort gar nicht hinlassen. Er ist ein gelernter „nützlicher Idiot", denn nur übers Nützlichmachen hat er je Zuneigung erfahren, also wird er sich wiederum nützlich machen • und das ist ganz im Sinne der Prinzessin. So verstärken sie ihr angelerntes Verhalten • und driften immer weiter auseinander.
P.H.: Von den beiden Volksweisheiten • „Gegensätze ziehen sich an" und „Gleich und gleich gesellt sich gern" • wäre also letztere das probate Mittel für eine gesunde Beziehung?
Miller: Das hat die Psychologie längst empirisch bestätigt: Wenn Ehepartner eher ähnlich sind, haben sie in ihrer Beziehung bessere Überlebenschancen als gegensätzliche. Das macht auch Sinn. Vom chilenischen Hirnforscher H. Maturana habe ich die Definition: Lieben ist gleich koordinieren. Ich übersetzte das mit: Lieben ist gleich wertschätzendes, wohlwollendes Verhandelnkönnen. Wenn zwei sich ähnlich sind, können die viel leichter miteinander verhandeln als gegensätzliche Partner.
P.H.: Nun widerspricht diese eher nüchterne Defintion von Liebe dem romantischen Bild, das wir tagtäglich aus den Massenmedien erhalten. Kaum ein Song oder Film, in dem nicht das Verliebtheitsmodell angepriesen wird.
Miller: Bloß sieht man da ja nie das Ende, sondern immer nur den Anfang. „Pretty Woman" halte ich etwa für einen der dümmsten Filme. Das ist die Propagierung einer extrem schrägen Ebene. Wenn aber einer • ob sie oder er • dem anderen überlegen ist, beginnt derjenige neidisch und eifersüchtig zu werden, zu kämpfen, zu beißen • und schon gibts Krach. Dieses Helfersyndrom • sie meint, aus dem mache ich noch etwas • gelingt nie. Es sollten beide in etwa gleich stark sein, gleiche Ressourcen haben, sei es wirtschaftlich, sei es intellektuell. Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist so riesig, daß auch dann noch genug Stoff zum Verhandeln übrigbleibt.
P.H.: Sie plädieren also für ein Umlernen, härter formuliert: ein Umtrainieren. Vom Modell der Massenmedien zum vernünftigen Gleichheitsgrundsatz. Aber spielt da die Körperchemie mit? Das vorher angeführte „Wow!" ist ja ein biochemischer Prozeß, eine Art Droge.
Miller: Genau. Es ist also eine Art Entzugsprogramm notwendig. Ich kenne das von mir: Ich bin immer auf den selben Typ Frau abgefahren. Bis ich mir des dahinterliegenden Musters bewußt geworden bin. Wenn mich in der Folge wieder eine Frau elektrisierte, habe ich mich selbst beobachtet: ach ja, schon wieder der gleiche Typ • vergiß es! Wir sind geprägt • so wie die Graugänse des K. Lorenz, die einen Stiefel für ihren Vater hielten, weil sie darauf geprägt worden sind. Wir funktionieren ähnlich.
P.H.: Man hat auch erforscht, daß wir über sogenannte Pheromone den Immunstatus des anderen erschnüffeln können, was bei der Partnerwahl ein entscheidendes, biologisch gelenktes Kriterium ist.
Miller: Das kommt hinzu. Ich sage bei meinen Beratungen immer: Achtet darauf, ob ihr den anderen riechen könnt. Auch Küssen ist wichtig: es wirkt wie eine Impfung. Es sollte nachgerade verschrieben werden.
P.H.: Das heißt aber schon, daß so etwas wie körperliche Anziehung bestehen muß. Die reine Vernunftheirat bringt es nicht.
Miller: Nein, ich sage immer: die Mischung muß stimmen. Ein bißchen verlieben, so ein Mini-Thrill • und dann aufpassen, ob es auch paßt.
P.H.: Zu Ihnen als Familientherapeuten kommen wohl in der Regel Paare, bei denen es nicht paßt, die schon tief in der negativen Dynamik stecken. Wie bringen Sie die wieder heraus?
Miller: Ich analysiere mit ihnen, welche Ängste sie in der Kindheit gespeichert haben. Die sind ihnen meist gar nicht bewußt. Diese Ängste muß man lernen, „niederzutrainieren". Dann brauche ich nicht mehr den anderen übers Verlieben dazu, denn nun kann ich es ja selbst. Solcherart kommen Paare auf eine andere Bewußtseinsebene, auf der sie dann in Ruhe beurteilen können: Passen wir nun zusammen • oder passen wir nun erst recht nicht zusammen, um in Frieden auseinanderzugehen? Sie können dann sagen: Du bist ein toller Typ, entsprichst aber nicht so ganz meinem Anforderungsprofil.
P.H.: „Niedertrainieren" klingt hart mechanistisch. Humanistischen Psychologen stiegen wohl die Grausbirnen auf.
Miller: Ach ja, ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen: Es macht auch Spaß, die zwei oder drei anerzogenen Ängste nicht mehr zum Zuge kommen zu lassen. Ich durfte in meiner Kindheit nie faul sein • wehe, wenn mich Mutti dabei erwischte. Heute erlaube ich es mir: nichts da, Füße auf den Tisch. Auch vor der Ehefrau • und nicht gleich so tun, als gäbe es noch was zu erledigen. Das war sukzessives Training.
P.H.: Wie sieht die Bilanz nach den Beratungen aus?
Miller: In der Familientherapie hat man weltweit in etwa die gleichen Ergebnisse: Ein gutes Drittel der Klienten braucht nur sehr kurz, ein weiteres Drittel etwas länger, so rund zwölf bis vierzehn Doppelstunden, und bei knapp einem Drittel geht überhaupt nichts. Wenns „geht", ist es für uns gleichgültig, ob die nun zusammenbleiben oder nicht, Hauptsache: sie können frei entscheiden.
P.H.: Trennung ist aber nicht unbedingt der Regelfall, wie es ein negatives Vorurteil bei solchen Therapien gerne behauptet?
Miller: Nein, keineswegs. Es ist immer alles offen. Das kann ich als Berater weder vorher wissen noch nachher entscheiden: das ist Sache der Leute. Aber warum soll man einen Fehler, den man begangen hat, nicht auch korrigieren dürfen. Überall sonst darf man lernen und auch Fehler machen, warum also bei der wichtigsten Lebensentscheidung • neben der Berufswahl • nicht auch?! Ich zitiere da gerne die Soziologin Beck-Gernsheim, die meinte, früher konnte man leicht sagen: „. . .bis daß der Tod euch scheidet", weil man in der Regel nicht sehr alt wurde. Heute sieht das anders aus. Daher wird es im nächsten Jahrtausend wahrscheinlich ganz normal sein, daß einem zwei, drei Lebenspartner im Laufe der achtzig, neunzig Jahre begleiten werden.
P.H.: Vorausgesetzt, man bleibt gesund. Wie stellt man das am besten an?
Miller: Wie sich gezeigt hat, kommen die größten medizinischen Erfolge aus dem Bereich der Prävention. Wenn es also vor hundert Jahren darum ging, die körperliche Hygiene einzuführen, wäre es jetzt höchst an der Zeit, mit der psychischen Hygiene zu beginnen, sprich: mit einer sauberen Kommunikation.
P.H.: Nach dem Motto: Nicht der Patient ist krank, sondern die Beziehung, in der er lebt.
Miller: Genau. In Patientenfamilien werden meiner Erfahrung nach viel zu viele Feindseligkeiten ausgetauscht, wobei den Leuten gar kein Vorwurf zu machen ist, weil es ihnen nicht einmal bewußt ist. So wie den Menschen vor hundert Jahren nicht bewußt war, daß wenn man mit schmutzigen Händen in eine Wunde greift, die in der Folge zu eitern beginnt. Daher würde ich mir wünschen, daß Kommunizieren alsbald ein Schulstoff ist. Man muß systematisch lernen, miteinander zu reden.
P.H.: Dysfunktionale Kommunikation trägt also entscheidend zu Krankheiten bei?
Miller: Und wie! Eine 45jährige Frau mit Asthma erzählte mir ihre Leidensgeschichte, als mittendrin ihr Mann so eine wegwerfende Handbewegung machte, so im Sinn: was die Alte da schon wieder labert! Zack, hatte die sofort ihren Asthmaanfall. Das war den beiden gar nicht bewußt. Da war es also offensichtlich. Aber viele kennen ja auch den Fall, daß Frauen, wenn die Männer wegsterben, plötzlich aufblühen wie die Pfingstrosen. Da ist der Zusammenhang ebenfalls offenkundig.
P.H.: Gibt es Ihrer Erfahrung nach eine Häufung bestimmter, sogenannter systemischer Erkrankungen? Oder verteilt sich das auf alle pathogenen Erscheinungsformen?
Miller: Da gibt es eine Wandlung. In meiner Studienzeit, in den späten achtziger Jahren, ging man von sieben psychosomatischen Haupterkrankungen wie etwa Magengeschwüren oder Asthma aus. Mittlerweile ist man draufgekommen, daß die Psychologie bei nahezu allen Erkrankungen eine Rolle spielt. Mein Hobbygebiet ist die Neurodermitis • und da mußte ich fast zu meiner Überraschung feststellen, daß da eine besonders hohe psychologische Komponente mitspielt. Wenn Eltern ihren Umgang mit dem Neurodermitiker-Kind ändern, verschwindet die Erkrankung oft in einem halben Jahr zur Gänze, obwohl massive Erbfaktoren beteiligt sind. Ich habe das auch wissenschaftlich untersuchen lassen. Mehrere Diplomarbeiten sind mittlerweile darüber geschrieben worden.
P.H.: Finden Sie in sogenannten Neurodermitiker-Familien immer wieder ähnliche Dynamiken?
Miller: Es ist immer dasselbe Bild. Die Eltern geben schon in der ersten Beratungsstunde, wenn ich sie nach Konsequenzen und Einigkeit im Erziehungsstil frage, bereitwillig zu: „Haben wir nicht". Nun geht es ja nicht um Verurteilung, daher mache ich den Eltern Mut, einmal konsequent und einig zu sein • und siehe da, meist verschwindet die Neurodermitis. Auch bei Säuglingen. Ich habe einer Mutter geraten, sicherer zu werden, nicht dauernd Angst vor eigenen Fehlern zu haben, fixe Regeln einzuführen • und nach einem Jahr war die Neurodermitis bei dem Kleinen weg. Wir haben das auch auf Video dokumentiert. Sicherheit, Geborgenheit, Ruhe • dann verschwindet der Juckreiz.
P.H.: Ihr persönlicher Weg führte Sie vom Arzt und Mediziner zum analytischen Einzeltherapeuten und schließlich zum systemischen Familientherapeuten. Was hat sich dadurch für Sie verändert?
Miller: Vom defizitorientierten Denken der Schulmedizin • „Der Magen von Zimmer zehn" • und der Psychoanalyse, wo das noch ärger ist • man ist neurotisch, analfixiert, Penisneid, alles nur negativ, negativ, negativ • gelangte ich in der Familientherapie zum ressourcenorientierten Denken. Wenn einem etwas fehlt, gibt es verschüttete Quellen, die das ausgleichen können. Danach suchen wir. Außerdem darf bei uns auch herzhaft gelacht werden. Das klingt so banal, aber lachen Sie einmal bei einem Psychotherapeuten-Kongreß!
P.H.: Sie sind ein Vertreter der sogenannten „Heidelberger Schule" der Familientherapie, die H. Stierlin begründet hat. Wie könnte man diese Richtung in Kürze charakterisieren?
Miller: Da möchte ich auf das berühmte Büchlein von H. Stierlin hinweisen, „Das Tun des einen ist das Tun des anderen", Suhrkamp 1987. Wir sind alle netzwerkartig miteinander verbunden: Wenn einer eine Bewegung macht, hat das für alle um ihn herum Konsequenzen. Wenn die nicht mitmachen, bricht die gesamte Kommunikation zusammen. Es ist mehr das weibliche integrative Denken, nicht so sehr das zielorientierte männliche, das einen schnell erkennen läßt, was in Familien nicht so gut läuft.
P.H.: Sie versammeln also wenn möglich die ganze Familie in der Therapie. Bevorzugen Sie die jetzige Familie oder die Herkunftsfamilie?
Miller: Je nachdem. Manchmal stelle ich auch nach Hellinger auf, um in die Herkunft zu gelangen • oder zeichne Genogramme. Denn wenn einer mit den Eltern verkracht ist, strahlt das auf alles Spätere aus, so ein Ärger pflanzt sich über Generationen fort. Da schließe ich mich Hellinger an: Eltern sind in jedem Fall zu ehren.
P.H.: Machen Sie auch Einzeltherapie, wenn Partner oder sonstige Familienmitglieder nicht mitkommen wollen?
Miller: Ich mache auch Einzeltherapie. Wenn eine Frau alleine kommt und sagt, daß ihr Mann nicht mitwill, lasse ich sie gleich unterschreiben, daß ich für eine mögliche Scheidung nicht geradestehe. Denn wenn sich Frauen ändern und die Männer nicht, bricht das meist auseinander. Das Risiko muß man eingehen. Häufig kommen die Männer ja dann doch noch. Ich nehme jede Sitzung auf Band auf und gebe es den Klientinnen mit nach Hause • das lockt viele Widerspenstige an.
P.H.: Wie lange dauert durchschnittlich die Therapie?
Miller: 10 bis 14 Doppelstunden über rund eineinhalb Jahre. Wir treffen uns alle vier bis fünf Wochen. Das wichtigste ist das Trainieren und Einüben neuer Verhaltensweisen. Daher machen kürzere Termine wenig Sinn, denn so schnell kann man nicht umtrainieren.
P.H.: Werden die Ziele der Therapie im vorhinein festgelegt?
Miller: Ja. Alle bekommen vorweg einen Brief mit drei Fragen, die sie für sich beantworten müssen: Was erhoffen Sie von der Therapie? Wie erklären Sie sich die Problematik? Was muß der
Therapeut tun, damit Sie nie mehr hingehen? Da habe ich gleich die Empfindlichkeiten auf dem Tisch. Jeder bringt den Zettel mit • und da kann man dann im Verlauf der Therapie immer wieder mal draufschauen.
P.H.: Der Name B. Hellingers ist bereits gefallen. Man kommt heutzutage bei einem Gespräch über Familientherapie nicht darum herum, ihn zu nennen, derart erfolgreich und massenwirksam ist seine Aufstellungsarbeit in den letzten Jahren. Was unterscheidet Ihren Ansatz von seinem?
Miller: Ich schließe mich meinen Heidelberger Kollegen an, die meinen, daß Herr Hellinger im strengen Sinn kein Systemiker ist. Mich fasziniert aber seine Aufstellungsarbeit • und auch sein religiöser Ansatz •, das nutze ich auch für mich. Womit ich nicht so ganz einverstanden bin, sind seine großen Aufläufe mit vier- oder fünfhundert Leuten, aber das muß er entscheiden.
P.H.: Wie erklären Sie sich diesen großen Zulauf?
Miller: Ich weiß es nicht. Lassen wir es einfach offen.

Sich verlieben
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Aufruhr der Hormone
Kribbeln, Schmetterlinge oder Flugzeuge im Bauch?
Was in Ihnen vorgeht, wenn Sie sich verlieben.
Physiologisch sind es vor allem die Neurotransmitter Dopamin, Serotonin und Endorphin, die uns das Glücksgefühl des Verliebens vermitteln. Diese drei Hormone sind körpereigene Stoffe und auch bekannt als "Glückshormone". Sie führen dazu, dass der Körper auf Hochtouren läuft.
Die angenehmste Diät der Welt
Man hat plötzlich das Gefühl, weniger Schlaf zu benötigen - und auch der Appetit reduziert sich durch den Ausnahmezustand des Körpers. Neben der unglaublichen Energie, die man spürt, ist Verliebtsein also auch noch die angenehmste Diät der Welt.
Diese Veränderungen im Körper zaubern aber nicht nur ein Lächeln aufs Gesicht, sondern haben auch einen funktionalen Hintergrund. "Sie motivieren Menschen dazu, sich als Paar zu binden und aufeinander einzugehen und legen damit die Basis für eine funktionierende Beziehung. Außerdem befähigen uns diese Emotionen dazu, auch einmal über die Fehler des anderen hinwegzusehen", erklärt der Sozialpsychologie-Professor Dr. M. Hassebrauck von der Universität Wuppertal.
Man muss bereit sein, sich zu verlieben
Liebe macht also doch in gewisser Weise blind. Wichtigster Ausgangspunkt für das schönste aller Gefühle ist laut Hassebrauck die persönliche Situation, in der sich ein Mensch gerade befindet: Wenn man nicht bereit sei, sich zu verlieben, werde es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht passieren.
Daher ist "spontanes" Verlieben, also Liebe auf den ersten Blick, auch eher selten. In den überwiegenden Fällen kennt man die Person bereits seit einiger Zeit, verliebt sich aber erst dann, wenn die Gesamtsituation auch passt. Hierbei handelt es sich um die kognitive Komponente des Verliebens.
Auf der gleichen Wellenlänge
"Außerdem ist eine gemeinsame Grundeinstellung entscheidend. Neben dem Aussehen zählt also vor allem die sprichwörtlich gemeinsame Wellenlänge. Und die erkennt man nun mal nicht innerhalb weniger Sekunden", erklärt der Sozialpsychologe.
Mit der Bereitschaft und dem Wunsch sich zu verlieben, steht den Frühlingsgefühlen mit Kribbeln, Schmetterlingen und Flugzeugen im Bauch nichts mehr im Weg.