Tat Tvam Asi (Sanskrit: तत् त्वम् असि oder तत्त्वमसि ), ein Sanskrit-Satz, unterschiedlich übersetzt – eine Übersetzung „Das bist du“ – ist eine der Mahavakyas (Große Verkündigungen) im Vedantischen Hinduismus. Sie taucht ursprünglich in der Chandogya Upanishad 6.8.7, im Dialog zwischen Uddalaka und seinem Sohn Shvetaketu auf; sie erscheint am Ende eines Abschnitts und wird am Ende der folgenden Abschnitte als Refrain wiederholt. Die Bedeutung des Spruches ist, dass das eigene Selbst – in seinem reinen und ursprünglichen Zustand – gänzlich oder teilweise identisch ist mit der „Ultimativen Realität“, die Boden und Verursacher aller Phänomene ist. Das Wissen (Jnana), dass dies so ist, bestimmt die Erfahrung von Moksha (Befreiung) oder Heil, das die Mystische Vereinigung begleitet. Einer anderen Interpretation zufolge wird durch die Formulierung zum Ausdruck gebracht, dass die Außenwelt identisch ist mit dem Ich. Die drei vedantischen Hauptschulungsrichtungen geben verschiedene Interpretationen der Formulierung an:
Die Advaita-Interpretation nimmt an, dass die Essenz von 'tat', übersetzt als „Das“, welches sich auf die ultimative Realität bezieht (Brahman), und 'tvam' (dies ist das individuelle Selbst jiva), genau dasselbe sind. Die Vishishtadvaita-Interpretation nimmt an, dass das individuelle Selbst ein Teil des Ganzen (tat) ist. Die Dvaita-Interpretation geht davon aus, dass es eigentlich 'atat tvam asi' heißen muß, was „Du bist nicht das“ bedeutet.
Seiten
Dienstag, Januar 4
Unio mystica
"Nun hat diese Seele ihren richtigen Namen, sagt die Liebe, vom Nichts, in dem sie wohnt. Und da sie nichts ist, macht sie sich keine Sorgen, weder um sich selber noch um ihren Nächsten, ja nicht einmal um Gott selbst. Denn sie ist so winzig, dass sie nicht auffindbar ist, und jedes geschaffene Etwas ist so weit von ihr entfernt, dass sie es nicht empfindet. Und Gott ist so groß, dass sie von ihm nichts erfassen kann. Und wegen ihres Nichtsseins ist sie in die Geborgenheit des Nichtwissens und Nichtwollens gefallen. Und dieses Nichts, von dem wir sprechen, sagt die Liebe, gibt ihr alles, und keiner könnte dies auf andere Weise erlangen."
Abonnieren
Posts (Atom)

