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Mittwoch, Oktober 27

Das Requiem ist keine Trauermusik. Der zentrale Gedanke des Werks ist nicht die ewige Ruhe der Toten, sondern vor allem der Trost derer, „die da Leid tragen“; eine Musik also vor allem für die Lebenden

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Johannes Brahms ~ Ein Requiem, op. 45, ist der Titel eines Werkes für Chor und Orchester des Komponisten Johannes Brahms. Brahms selbst hat ebenfalls eine Fassung für Klavier zu vier Händen erarbeitet, die bei der ersten Aufführung des Werks in London benutzt wurde und daher manchmal als „Londoner Fassung“ bezeichnet wird. Weiterhin existiert eine Bearbeitung für Chor, zwei Klaviere und Pauken von Heinrich Poos. Der festgelegte Text der lateinischen Totenmesse, des Requiems also, ist ein Bittgebet, das den Verstorbenen begleitet, ihm gilt und ihm helfen soll, zur Erlösung zu gelangen. Ganz anders geht Johannes Brahms mit der Idee seines Requiems um. Nicht die Verstorbenen brauchen Hilfe und Trost, sondern die Hinterbliebenen. Seine Textauswahl ist eine Zusammenstellung aus Schriftstellen des Alten und Neuen Testamentes sowie der Spätschriften des Alten Testaments, deren Aussagen von der Linderung des Leids der Trauernden bis zur Mahnung reichen, die Tatsache des Todes als Konsequenz in unser Leben einzulassen. „Seit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms’ deutsches Requiem zu stellen vermag“, so hymnisch urteilte der schwer zu begeisternde Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick über dieses singuläre Werk der Gattung Requiem, das dem gerade 33jährigen Komponisten den Durchbruch verschaffte. Mehr noch: Das Requiem sollte eines seiner populärsten Werke werden.
Die Idee, eine Trauerkantate zu schreiben, entstand in Johannes Brahms schon sehr früh und wurde möglicherweise unter dem Eindruck des tragischen Todes seines verehrten Freundes und Förderers Robert Schumann 1856 noch verstärkt. 1861 notiert Brahms die Textzusammenstellung auf der Rückseite des vierten Liedes seiner Magelonen-Romanzen op. 33. Der Tod der Mutter im Februar 1865 scheint die inzwischen ruhende Komposition wieder in das Bewusstsein von Brahms gerückt zu haben, er nimmt die Komposition wieder auf und sendet im April 1865 den Satz IV zur Begutachtung an Clara Schumann; bis dahin scheinen die Sätze I und II schon komponiert gewesen zu sein (jedoch ohne einen Schluss). Satz III ist wohl während eines längeren Aufenthaltes bei dem Freund und Fotografen Julius Allgeyer in Karlsruhe entstanden, die Sätze VI und VII wohl im Sommer des Jahres 1866 in Lichtenthal (bei Baden-Baden) und/oder in Winterthur. Der heutige Satz fünf wurde erst im Mai 1868 komponiert und nach den ersten Aufführungen in das Werk eingefügt.
Die ersten drei Sätze – mehr wollte man dem Publikum „nicht zumuten“ – wurden Anfang Dezember 1867 durch den Wiener Singverein in einem Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien uraufgeführt, mit eklatantem Misserfolg. Weitaus mehr Anklang fand die erstmalige Aufführung des damals noch sechssätzigen Werkes in seiner Gesamtheit am Karfreitag, dem 10. April 1868 im Bremer Dom. Der bei diesem Konzert noch fehlende fünfte Satz wurde auf Anregung des Bremer Domkapellmeisters Carl Martin Reinthaler eingefügt, und das vollständige Werk, wie wir es heute kennen, erlebte am 18. Februar 1869 seine Uraufführung im Leipziger Gewandhaus.

Die Auswahl der Texte zeugt von einer enormen Bibelkenntnis Brahms’ und von seiner persönlichen religiösen Überzeugung, die Zuordnung zeigt zugleich seine geistige Freiheit, mit dem Gefundenen umzugehen und es in neuen Beziehungen erscheinen zu lassen. Die subjektive Komponente der Entstehungsgeschichte ist bezeichnend für Brahms und seine Erlebniswelt. Der selbst durchlittene Schmerz setzte in ihm künstlerische Potenzen frei, das künstlerische Gestalten des Todesgedankens half ihm, selbst Trost zu finden und das Leid zu überwinden.
Das Deutsche Requiem ist keine Trauermusik. Der zentrale Gedanke des Werks ist nicht die ewige Ruhe der Toten, sondern vor allem der Trost derer, „die da Leid tragen“; eine Musik also vor allem für die Lebenden.

Johannes Brahms (1833 Hamburg - 1897 Wien) war in Religionsfragen sehr skeptisch. Er wählte daher für das Deutsche Requiem (1869) einen Text ohne Christusbezug. Bezeichnend dafür ist, daß am Schluß nicht der Erlösungstod Christi verherrlicht wird, sondern Brahms auf der etwas sonderbaren Schlußformulierung Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von nun an beharrte. Andererseits stellt er damit einen textlichen Bezug zum Kyrie her, das die Bergpredigt vertont. Aber nicht nur der Text, sondern auch der musikalische Schluß der beiden Sätze ist parallel, der Kreis zwischen Lebenden und Toten hat sich geschlossen.

"Das Leben raubt einem mehr als der Tod"

Dieser Ausspruch von Johannes Brahms charakterisiert in ganz besonderer Weise seine Einstellung zu Leben und Tod. So verwundert es auch nicht, dass er sich für sein Requiem nicht des allgemein üblichen, festgelegten Textes der lateinischen Totenmesse bediente, sondern eine sehr subjektive Auswahl aus Schriftstellen des Alten und Neuen Testamentes sowie der Apokryphen traf. Sie zeugt von einer enormen Bibelkenntnis und von seiner persönlichen religiösen Überzeugung. Sie zeigt zugleich seine geistige Freiheit, mit dem Gefundenen umzugehen und es in neue Beziehungen zu setzen. Sein deutsches Requiem ist daher keine Trauermusik im herkömmlichen Sinne. Es stellt nicht den Seelenfrieden und die ewige Ruhe der Toten in den Mittelpunkt, sondern den Trost derer, "die da Leid tragen"; eine Musik also, die den Hinterbliebenen neuen Mut und Kraft für ihr künftige Leben geben soll. Die Idee, ein deutsches Requiem zu schreiben, entstand in Johannes Brahms sehr früh und wurde möglicherweise unter dem Eindruck des tragischen Todes seines verehrten Freundes und Förderers Robert Schumann 1856 noch verstärkt, der sich seinerseits mit dem Gedanken beschäftigt hatte, ein solches Werk zu schreiben. Der Tod seiner Mutter im Februar 1865 scheint Brahms dazu bewogen zu haben, die zwischendurch ruhende Komposition wieder aufzunehmen. Der heutige fünfte Satz (Sopran und Chor) wurde allerdings erst im Mai 1868 komponiert und nach den ersten beiden Aufführungen in das Werk eingefügt. In seiner vollständigen Fassung (UA am 18. Februar 1869 im Leipziger Gewandhaus) verschaffte das Requiem dem damals gerade erst 33jährigen Brahms nicht nur den Durchbruch als Komponist, sondern es wurde eines der bedeutendsten und populärsten seiner Werke überhaupt. Das deutsche Requiem von Johannes Brahms zählt heute im Allgemeinen zu den großen "romantischen" Werken seines Genres. Viele wird es daher erstaunt haben, dass sich Spezialisten der Alten Musik dieses Werkes annahmen. Das mag für die Akademie für Alte Musik Berlin noch zutreffen, aber Daniel Reuss und seine von ihm geleiteten Chöre (RIAS Kammerchor und Cappella Amsterdam) gehören zu den Interpreten, die (fast) das ganze Spektrum der Musik durch alle Jahrhunderte pflegen. Andererseits hatte Johannes Brahms selbst eine ganz besondere Beziehung zur "alten Musik". Speziell in die Zeit der Entstehung des Requiems fällt seine besonders intensive Beschäftigung mit dieser Musik, die er nicht nur studierte, sondern auch dirigierte. Gerade sein Stil im deutschen Requiem fußt auffällig auf Kompositionstechniken der deutschen Renaissance- und Barockmusik, besonders was den Einsatz von Dissonanz, Synkopen, Hemiolen und Gegenrhythmen angeht. Verkürzt könnte man seinen Chorstil auf Händel zurückführen, den kontrapunktischen Stil auf Bach und den formalen und geistigen Hintergrund auf Heinrich Schütz. Dieser hatte 1636 mit den Musikalischen Exequien ebenfalls ein deutsches Requiem geschaffen, in dem er ebenfalls eine eigene Zusammenstellung biblischer Texte vertonte. Auch musikalische Parameter wie die Dissonanzbehandlung, der Einsatz der Blechbläser und der Männerstimmen weisen diesbezügliche Ursprünge auf. Daniel Reuss gelang mit der auf ein ansehnliches "Brahms-Orchester" aufgestockten Akademie für Alte Musik Berlin eine ungeheuer dichte und atmosphärische Interpretation des oft als "romantischen Schinken" servierten Meisterwerkes. Er gestaltete keinen falsch verstandenen "wagnerschen" Klangrausch, sondern zeigte - ohne große Ritardandi und überlangsame Tempi - die Durchsichtigkeit und Klarheit der Komposition auf, die auch der Text aufweist. Dieses hörbar machen der Struktur gelang vor allem durch die genaue Differenzierung, Phrasierung und Akzentuierung des an der Barockmusik geschulten Orchesters. Selbst bei zügigen Tempi wirkten die Triolen nie gehetzt, was auch für den Chorpart gilt. Der RIAS Kammerchor und die Cappella Amsterdam erwiesen sich als ein homogener, sehr differenziert und nuancierender Klangkörper, der trotz seines leichten und strahlenden Klanges selbst in den großen "Ausbrüchen" (z.B. "Denn es wird die Posaune schallen" und "Tod, wo ist dein Stachel?") nichts schuldig blieb, ohne jemals zu forcieren. Auch die Fugen waren klar strukturiert, transparent und kraftvoll gestaltet. Ein besonderes Lob verdient dabei die auffallende Textverständlichkeit. Die Deklamation war (ohne den sonst oft hörbaren Drill) ganz natürlich und trotzdem perfekt. Ebenfalls eindrucksvoll gestaltet wurde die Bariton-Partie von David Wilson-Johnson, der seinen Ruf als exzellenter und eindringlicher Interpret wieder einmal gerecht wurde. Die Spanne vom menschlich grübelnden "Herr, lehre doch mich, daß ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß." (3. Satz) bis zum prophetisch verheißungsvollen "Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: … " (6. Satz) füllte er mit großer Intensität und Ausdruckskraft. Wie er gehört auch Sandrine Piau nicht zu den "schweren" Stimmen. Ihr lichter und sanft dahinschwebender Sopran traf - gerade im Zusammenklang mit dem Chor - ganz ausgezeichnet den beruhigenden und zuversichtlichen Charakter des Stückes ("Ich habe eine kleine Zeit Mühe und Arbeit gehabt und habe großen Trost gefunden.") Insgesamt gelang Daniel Reuss hier eine Interpretation mit äußerst positiver Ausstrahlung, die Trost und Zuversicht vermittelte und die nicht einmal durch die "Zeit der letzten Posaune" nachhaltig getrübt werden konnte. Und genau so hatte das Publikum dieses deutsche Requiem aufgenommen. Es war von Johannes Brahms und den Interpreten hörbar angetan.

Musik für die Lebenden
Der Komponist, 1833 als Sohn eines Tanzmusikers im Hamburger Armenviertel geboren, begleitete später den Vater bei den Auftritten mit seiner Tanzband oder spielte in den Kneipen Klavier. Das musikalische Wunderkind legte das verdiente Geld in Klavier- und Theoriestunden bei guten Lehrern an. Mit 20 verließ Brahms Hamburg, wurde von einem berühmten Geiger an Schumann verwiesen, der von seinem Klavierspiel so beeindruckt war, dass er den jungen Musiker in einem langen Artikel als das kommende Genie Deutschlands apostrophierte. Nach mehreren kurzfristigen Engagements wandte er sich 1862 nach Wien, wo er dann zeitlebens wohnen blieb, wenn er auch viele Reisen unternahm. Mit dem deutschen Requiem gelang dem 35-jährigen Komponisten der Durchbruch. Die lateinische Totenmesse mit einem festgelegten Text, Requiem genannt, war ein katholisches Bittgebet für den Verstorbenen; es sollte ihm helfen, zur Erlösung zu gelangen. Brahms wechselte die Blickrichtung: Nicht die Verstorbenen brauchen Hilfe und Zuspruch, sondern die Hinterbliebenen. Mit dem „Deutschen Requiem“ schuf der Protestant Brahms deshalb etwas Neues: Er, ein hervorragender Bibelkenner, wählte die Textstellen aus dem Alten und Neuen Testament in der Übersetzung Luthers aus; sie sind als Trost für die Trauernden gedacht, aber auch als Mahnung an alle Menschen, der Tatsache des Sterbens als Teil unseres Lebens ins Auge zu blicken. Heraus kam keine Trauermusik: Der zentrale Gedanke des Werks ist nicht die ewige Ruhe der Toten, sondern der Trost für diejenigen, „die da Leid tragen“; eine Musik vor allem für die Lebenden. Das Requiem ist nicht in einem Arbeitsgang entstanden. Die Idee einer Trauerkantate reifte schon früh, verstärkt wurde dieser Wunsch durch den Tod seines Freundes und Förderers Robert Schumann 1856 und den seiner Mutter 1865. In jenem Jahr scheinen die Sätze I (Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden), II (Denn alles Fleisch, es ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen) und IV (Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth) vollendet gewesen zu sein. Satz III (Herr, lehre doch mich, dass ein Ende mit mir haben muss) entstand in Karlsruhe bei einem längeren Besuch seines aus Überlingen stammenden Freundes und Fotografen Julius Allgeyer, die Sätze VI (Denn wir haben hie keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir) und VII (Selig sind die Toten, die in dem Herren sterben) 1866 in Baden-Baden und Winterthur. Satz V (Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wieder sehen und euer Herz soll sich freuen) wurde zuletzt komponiert und später in das Werk eingefügt. Die erste Aufführung (nur drei Sätze) 1867 in Wien war ein totaler Misserfolg. Eine weitere Aufführung mit sechs Sätzen, am Karfreitag 1868 im Bremer Dom, begründete den Ruhm des damals 34-jährigen Komponisten, der ihn über seinen Tod 1897 bis heute begleitet. Das vollständige Werk mit sieben Sätzen, wie wir es heute kennen, erlebte seine Uraufführung 1869 im Leipziger Gewandhaus. Die Bibelworte in Verbindung mit der hochromantischen Musik machen das deutsche Requiem zu einem der beliebtesten Werke des Publikums. Theologische Kritiker bemängeln manchmal, dass Jesus Christus nicht explizit genannt wird; das tut aber der Beliebtheit keinen Abbruch, im Gegenteil: Kein Werk der Kirchenmusik, vielleicht das Requiem von Mozart ausgenommen, wird auf allen Kontinenten, in allen Kulturkreisen und von Angehörigen aller Religionen so begeistert angenommen. Jeder Mensch in der Welt findet sich in diesem Werk wieder, fühlt sich angesprochen und getröstet. So ist es kein Zufall, dass nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und vielen anderen Ländern als erstes Werk das „Deutsche Requiem“ von Brahms aufgeführt wurde.


Johannes Brahms ~ Ein Deutsches Requiem
Nach Worten der heiligen Schrift, op. 45

I.

[Ziemlich langsam und mit Ausdruck. F-Dur, C]
Selig sind, die da Leid tragen,
denn sie sollen getröstet werden.
(Matthäus 5,4)

Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen
und tragen edlen Samen,
und kommen mit Freuden
und bringen ihre Garben.
(Psalm 126,5.6.)

II.

[Langsam, marschmäßig, b-Moll, 3/4]
Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
und alle Herrlichkeit des Menschen
wie des Grases Blumen.
Das Gras ist verdorret
und die Blume abgefallen.
(1. Petrus 1, 24)

[Etwas bewegter. Ges-Dur, 3/4]
So seid nun geduldig, liebe Brüder,
bis auf die Zukunft des Herrn.
Siehe, ein Ackermann wartet
auf die köstliche Frucht der Erde
und ist geduldig darüber,
bis er empfahe den Morgenregen und Abendregen.
So seid geduldig.
(Jakobus 5, 7)

[Tempo I. b-Moll, 3/4]
Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
und alle Herrlichkeit des Menschen
wie des Grases Blumen.
Das Gras ist verdorret
und die Blume abgefallen.
[Un poco sostenuto. B-Dur, C]

Aber des Herren Wort bleibet in Ewigkeit.
(1. Petrus 1, 24. 25)

[Allegro non troppo, B-Dur, C]
Die Erlöseten des Herrn werden wiederkommen,
und gen Zion kommen mit Jauchzen;
Freude, ewige Freude,
wird über ihrem Haupte sein;
Freude und Wonne werden sie ergreifen,
und Schmerz und Seufzen wird weg müssen.
(Jesaja 35, 10)

III.

[Andante moderato, d-Moll. C]
Herr, lehre doch mich,
daß ein Ende mit mir haben muß.
und mein Leben ein Ziel hat,
und ich davon muß.
Siehe, meine Tage sind
einer Hand breit vor Dir,
und mein Leben ist wie nichts vor Dir.
[(Andante moderato. d-Moll) 3/2]


Ach wie gar nichts sind alle Menschen,
die doch so sicher leben.
Sie gehen daher wie ein Schemen
und machen ihnen viel vergebliche Unruhe;
sie sammeln und wissen nicht,
wer es kriegen wird.
Nun Herr, wes soll ich mich trösten?
[(Andante moderato.) D-Dur (3/2)]


Ich hoffe auf Dich.
(Psalm 39, 5-8)

[(Andante moderato.) d-Moll, C]
Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand
und keine Qual rühret sie an.
(Weisheit Salomos 3, 1)

IV.

[Mäßig bewegt. Es-Dur, 3/4]
Wie lieblich sind Deine Wohnungen,
Herr Zebaoth!
Meine Seele verlanget und sehnet sich
nach den Vorhöfen des Herrn;
Mein Leib und Seele freuen sich
in dem lebendigen Gott.
Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen,
die loben Dich immerdar.
(Psalm 84, 2.3.5)

V.

[Langsam. G-Dur, C]
Ihr habt nun Traurigkeit;
aber ich will euch wiedersehen,
und euer Herz soll sich freuen,
und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
(Johannes 16, 22)

Ich will euch trösten,
wie einen seine Mutter tröstet.
(Jesaja 66, 13)

Sehet mich an: Ich habe eine kleine Zeit
Mühe und Arbeit gehabt
und habe großen Trost gefunden.
(Jesus Sirach 51, 35)

VI.

[Andante. c-Moll, C]
Denn wir haben hie keine bleibende Statt,
sondern die zukünftige suchen wir.
(Hebräer 13, 14)

Siehe, ich sage Euch ein Geheimnis:
Wir werden nicht alle entschlafen,
wir werden aber alle verwandelt werden;
und dasselbige plötzlich in einem Augenblick,
zu der Zeit der letzten Posaune.

[Vivace. c-Moll, 3/4]
Denn es wird die Posaune schallen
und die Toten werden auferstehen unverweslich;
und wir werden verwandelt werden.
Dann wird erfüllet werden das Wort,
das geschrieben steht.
Der Tod ist verschlungen in den Sieg.
Tod, wo ist dein Stachel?
Hölle, wo ist dein Sieg?
(1 Korinther 15, 51.52.54.55.)

[Allegro. C-Dur, C]
Herr, Du bist würdig
zu nehmen Preis und Ehre und Kraft,
denn Du hast alle Dinge erschaffen,
und durch Deinen Willen haben sie das Wesen
und sind geschaffen.
(Offenbarung Johannis 4, 11)

VII.

[Feierlich. F-Dur, C]
Selig sind die Toten,
die in dem Herrn sterben,
von nun an.
Ja, der Geist spricht,
daß sie ruhen von ihrer Arbeit;
denn ihre Werke folgen ihnen nach.
(Offenbarung Johannis 14, 13)