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Dienstag, Januar 4
Unio mystica
"Nun hat diese Seele ihren richtigen Namen, sagt die Liebe, vom Nichts, in dem sie wohnt. Und da sie nichts ist, macht sie sich keine Sorgen, weder um sich selber noch um ihren Nächsten, ja nicht einmal um Gott selbst. Denn sie ist so winzig, dass sie nicht auffindbar ist, und jedes geschaffene Etwas ist so weit von ihr entfernt, dass sie es nicht empfindet. Und Gott ist so groß, dass sie von ihm nichts erfassen kann. Und wegen ihres Nichtsseins ist sie in die Geborgenheit des Nichtwissens und Nichtwollens gefallen. Und dieses Nichts, von dem wir sprechen, sagt die Liebe, gibt ihr alles, und keiner könnte dies auf andere Weise erlangen."
