
Die Mühle ist ein wichtiger Teil am Initiationsweg des Kornes bis zum gebackenen Brot. Das Korn hat bereits den Initiationsweg des Todes in der Ackerfurche bis zur Wiedergeburt in der hundertfachen Frucht der Ähre hinter sich. Über das Mehl, das durch das „Leid“ des Zermahlens gegangen ist, erwartet nun den Gärungsprozeß im Brotteig, um dann bei hoher Hitze zu dem Lebensmittel par excellence zu werden: Zum Brot des Lebens! Dieses Mysterium der vielfachen Initiation - vom Sterben zum neuen Dasein entspricht auch unseren menschlichem Mysterium des Stirb-und-Werde-Prozesses. Bei solch einem Geschehen in der Mühle, kann Müller und Müllerin als „PriesterIn“ angesehen werden, der diese Initiation vollzieht, wie der/die PriesterIn am Altar der Kirche. Und auch der Mühlstein wird dadurch zum Symbol der Verwandlung von Leben zu Tode und wieder zum Leben. Die Bewegung des Mühlsteines steht im Nachvollzug des Sonnenlaufes (siehe auch die norwegische Mythologie). Damit wird das Mahlen des Kornes, die Frucht derSonne und der Erde, zum kosmischen Prozess. Dieses Symbol des kosmischen Geschehens spendet damit Energie und Information dem Initiationsprodukt Mehl.
Religionsgeschichtlich und geomantisch kann die Achse des Mahlwerkes als achsis mundi, die mythologische Mitte der Weltenachse, betrachtet werden. In dieser Mitte sind die drei Welten Oberwelt - Welt - Unterwelt miteinander verbunden und man kann kultisch in diese drei Bereiche gelangen. Damit konnte man in Beziehung zum Kosmisch Göttlichen treten. Alle Heiligtümer und Kirchen liegen an solchen Plätzen. Mythologisch ist hier die Welt entstanden. Und wieder haben wir die Verbindung zwischen Himmel + Erde und damit kann Fruchtbarkeit und Kreativität entstehen. Dieser Gedanke wird dadurch noch bestärkt, da hier ein kosmischer Einstrahlpunkt diese energetischen Verbindungen von Kosmos und Erde herstellt. So ist der Müller, die Müllerin, wie bereits oben erwähnt, wie ein Priester, der an dieser Weltenachse „himmlisches Mehl“ mahlt. Aus diesem Blickwinkel könnten wir einmal ganz anders unser Mehl entdecken. Durch das Bohren des Loches in den Mühlenstein und später durch das Drehen des Zapfens im Loch des Mühlsteines ist das Mahlen ein Symbol für den Geschlechtsakt. Daher ist das Bohrmehl für Fruchtbarkeit und Potenz von Tier und Mensch in der
Bauernmedizin verwendet worden. Die alten Kirchenväter beschreiben ein allegorisches Bild der Mühle. Der untere Mühlstein ist das Alte Testament und der obere Mühlstein, der dem Neuen Testament entspricht, wird vom Heiligen Geiste angetrieben. Dies wird in der wunderschönen Relief des Kapitells der Wallfahrtskirche St. Madeleine im burgundischen Vezelay (1130) dargestellt. Moses schüttet das Korn seiner Weisheit in den Trichter der Mühle und Paulus, der Vertreter des Neuen Testamentes, fängt in einem Sack das Mehl auf, aus dem das Lebensbrot für die Christen gebacken wird. Der mystischen Mühle genau entgegengesetzt ist der Sinngehalt der „Teufelsmühlen“. Stets hatte der Müller auch die Folgen für das, als heilig und lebendig angesehene Wasser, das „auf das Rad geflochten wurde“, zu befürchten. In der Antike beschwichtigte man die Wassergeister mit verschiedenen Opfern und im Mittelalter fürchtete man, dass der Teufel im Bunde des Müllers ist, der aus dem (scheinbar) wenigen Korn, soviel Mehl erzeugte.
Geomantie von Mühlen
Wie bereits allgemein bei der Geomantie erwähnt, ist die Besonderheit des Alten
Wissens ist der ganzheitliche Zusammenhang zwischen funktionell, praktisch und langlebig schön, ästhetisch und harmonisch undreligiös, spirituell und geistig
Der Standort:
Der Standort der Mühle wurde so gewählt, dass ein dort vorhandener kosmischer Einstrahlpunkt genau auf dem Mühlenstein strahlt. Man hat sozusagen die Mühle um den Mühlstein gebaut. Zugleich wurde darauf geachtet, dass die Wasserführung des Baches für einen ganzjährigen Betrieb optimal geeignet ist. Das Gebäude: Wie bereits bei der allgemeinen Geomantie erwähnt, liegen die Außenkanten des Gebäudes auf Gitternetzzonen. Außer dem Gebäudeschutz wurde damit auch die Energie im Inneren des Hauses erhöht. Die durchschnittliche Energie im Gebäude beträgt zwischen 15.000 und 25.000 Bovis-Einheiten, die einen stärkenden Einfluss auf die Menschen hat. Aber für Insekten und Bakterien ist so eine hohe Energie nicht lebensfreundlich. Daher sind in den alten Mühlen keine Motten oder Mehl- und Holzwürmer zu finden. Außerdem erhöhen die hohen Energien die Haltbarkeit des Mehls um das 15fache gegenüber dem normalen heutigen Mehl.
Der Mühlstein:

Wie bereits oben erwähnt, ist im Achsen-Mittelpunkt der Kosmische Einstrahlpunkt. Darüber hinaus lag er meistens auf der Erdstrahlenkreuzung des Global- und des Diagonalgitternetzes, das die Energie nochmals erhöht. Die Energie-Intensität kann bis zu 30.000 Bovis-Einheiten erreichen, die meistens nur bei starken Wallfahrtskirchen zu finden ist. Diese Energie erleichtert den „Initiationsprozess des Kornes“. Symbole und Schutzpatrone: Es sind dies meist Sonnenlaufsymbole, wie Spirale, Kreuz, Lebensbaum, Raute usw. auf Haustore, Fenster und Deckenbalken. Sie bewirken Hilfe, Schutz und Stärkung für Mensch und Haus. Der Schutzheilige der Müller war vor allem der hl. Nikolaus, den wir in der Mühle oder außen in einer Mauernische finden können. Er schützt den Müller vor zuviel Wasser oder vor Sturzfluten, aber auch bei zu niedriger Wasserführung. Der Heilige, der nur in den Legenden zu finden ist, kann als mythologische Nachfolger des Wassergeistes, dem Nix oder Nick gesehen werden. So dürfte aus diesem Naturwesen ein Heiliger geworden sein. Auch finden wir des öfteren den hl. Florian, der vor allem vor der Entstehung von Bränden schützt und ebenfalls für optimalen Wasserstand zuständig ist. Weitere Schutzpatrone waren die Kirchenväter Hieronimus, Ambrosius, Gregorius und Augustinus. Folgende Heilige haben einen Mühlstein als Attribut: Christina, Florian, Kallistus, Quirinus, Viktor von Marseille und Vincentius sowie Crispinus. Weitere Schutzheilige sind die hl. Anna und die hl. Katharina von Alexandria. Sie sind religionsgeschichtlich die Nachfolgerinnen der Weiblichen Dreifaltigkeit, Jungfraugöttin, Muttergöttin und Weise Alte.
Wir finden sie auch als Schutzsymbole auf den Türen 20 + CMB + 07, nämlich als Catharina, Margarete und Barbara. Auch sie helfen den Müllersleuten. Das Haus der Müllersleute liegt ebenfalls in der Zwischenhimmelsrichtung und damit stehen die Außenkanten des Gebäudes auf einem negativen Diagonalgitter zum Schutz. Die durchschnittliche Energie im Gebäude ist immer relativ hoch, damit in diesem Haus Gesundheit und Freude herrschen. Meistens fördert die Qualität dieser Energie die spirituelle Schau und Weisheit sowie die Herzensqualitäten. Manchmal läuft durch Eingang und Flur eine positive rechtsdrehende Wasserader, die einen energetisch reinigenden Einfluss auf die eintretenden Menschen hat. Diese Wasserader kann beispielsweise auch ein harmonisches Klima im Haus bewirken. Der Kamin des Backofens steht auf einer Globalgitternetzkreuzung mit einer hohen Energie-Intensität. Dies bewirkt eine optimale Verbrennung und guten Zug auch bei Tiefdruckwetter. Das hier gebackene Brot nimmt diese Energien auf und stärkt ganz besonders die Menschen, die es essen. Ähnliches gilt für die Backhäuser, die in der Nähe des Müllerhauses stehen.
